Neuer Windpark „Am Stock“ zwischen Lahr und Waldernbach

Windkraft Investoren stellen Pläne für bis zu sechs Anlagen auf Vorranggebiet bei Lahr vor Waldbrunn/Mengerskirchen Während das Windfeld Westerwald II zwischen Dornburg und Waldbrunn bereits das Genehmigungsverfahren durchläuft, gibt es für ein Vorranggebiet in den Gemarkungen Lahr und Waldernbach Überlegungen zu weiteren Windrädern. „Bislang haben sich sechs Vorhabenträger beworben und eine mögliche Planung vorgestellt“, erklärte Waldbrunns Bürgermeister Peter Blum (parteilos) auf Nachfrage. Die Interessenten hatten bei einer  Informationsveranstaltung für die Mitglieder der gemeindlichen Gremien im Oktober vergangenen Jahres mögliche Projekte aufgezeigt.
Auf der Waldbrunner Gemeindehomepage heißt es hierzu: „Ziel der Veranstaltung war es, den Gremiumsmitgliedern einen ersten Überblick über die derzeitige Situation und die Möglichkeiten der
Nutzung von Windkraft auf dem Gemeindegebiet zu verschaffen.“
Scholz: Warten auf Signal aus Waldbrunn Konkret handelt es sich dabei um ein vom Land Hessen ausgewiesenes Vorranggebiet für Windkraft zwischen Waldbrunn und Mengerskirchen. Nach derzeitigem Stand könnten dort vier bis sechs Anlagen entstehen, drei bis vier davon in der Gemarkung des Waldbrunner Ortsteils Lahr. Eigentümerin dieser Anlagen wäre die Gemeinde.
Die restlichen zwei bis drei Anlagen würden hingegen in der Gemarkung Waldernbach liegen und befänden sich damit auf Mengerskirchener Gemeindegebiet. Der Marktflecken käme   somit auch als möglicher Eigentümer der Anlagen infrage, ebenso wie der Landesbetrieb Hessen Forst oder Privatpersonen.
„Wir wollen uns hier noch mit Mengerskirchen abstimmen, da auch sie von dem Projekt betroffen sind“, sagte Blum mit Blick auf die geografische Lage des Vorranggebiets. Einen Termin   gebe es indes noch nicht. Blum weiter: „Wir sind noch ganz am Anfang des Projekts, in einer Entscheidungsphase, ob wir das mit der Windkraft auf dem Vorranggebiet überhaupt machen.“
Ähnlich verhalten äußern sich auch die Verantwortlichen in Mengerskirchen. „Wir haben momentan zunächst einmal nur ein Windvorranggebiet und es würde wenn Sinn machen, diese   Flächen gemeinsam zu entwickeln“, sagte der Bürgermeister des Marktfleckens, Thomas Scholz (CDU), fügte jedoch an: „Der deutlich größere Teil dieses Vorranggebiets liegt auf   Waldbrunner Gemeindegebiet, daher werden wir auf ein Signal warten und uns daran orientieren, wie man sich dort entscheidet.“
Sofern am Ende der Abwägungen ein Ja zur Windkraft stehe, sei es geboten, sich zusammenzusetzen und zu beraten, was mit der Fläche geschehen soll. Dabei gelte es aber zu bedenken,
dass die Gemeinde Mengerskirchen nicht alleiniger Eigentümer der Flächen in der Gemarkung Waldernbach sei. „Ein Teil gehört auch Hessen Forst und Privatpersonen; die Entwicklung des
Vorranggebiets wäre also auch mit einem gewissen Aufwand verbunden“, sagte Scholz. (sch) QUELLE: mittelhessen.de vom 25.01.2018

1 Comment

  1. In der Knoten-Rundschau 2/2019 berichtet Bürgermeister Scholz, dass der Windpark Mengerskirchen im 4. Jahr des Betriebes die Erwartungen nicht ganz erfüllt hat. Dies lag zum einen an dem notwendigen Wechsel des Getriebes an einer Anlage, zudem reichten die Windverhältnisse im langanhaltenden Sommer nicht an die Vorjahre heran.

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