Windräder im Lahntal bei Selters und Niedershausen

Wissen Sie, dass im Lahntal bei Löhnberg-Selters und Niedershausen von Seiten der Gemeinde Löhnberg vier neue Windkraftanlagen entstehen sollen?

Die Bürger von Selters, Drommershausen, Hirschhausen, Tiefenbach, Niedershausen, Obershausen, Biskirchen und Stockhausen sind die Leidtragenden.

 

Dank der von deutschen Bürgern gezahlten EEG Umlage, allein im Jahr 2017 von rund 27,5 Milliarden Euro, soll auch hier wieder das Geld umverteilt werden.

„Wenn“ in Deutschland Wind weht, produzieren unsere mehr als 28.200 Windräder mehr Strom, wie in Deutschland gebraucht wird! Zuviel produzierter Strom muss ins Ausland gegen Geld abgegeben werden. (negative Strompreise)

Weht in Deutschland kein Wind, so nutzen auch weitere Windkraftanlagen nichts mehr!

Warum also, denken Sie, werden weitere Anlagen in unseren Wäldern aufgestellt, ohne Rücksicht auf Natur- & Umweltschutz und physikalische Gesetze? 

Es geht nur noch ums Geld! Ökologische Gedanken sind hier schon lange nicht mehr im Spiel!

02.Februar 2018:

 

31. Januar 2018:

Bahnt sich in unseren Wäldern ein Öko-Desaster an?
Enercon stellt Bauantrag für vier Mega-Windräder im Leuner und Löhnberger Gemeindewald
 
In den wertvollen alten Buchenwäldern zwischen Leun, Löhnberg, Weilburg und Braunfels, auf Löhnberger und Leuner Gemarkung, sollen nach dem Willen des Industrieriesen Enercon vier gigantische Windkraftanlagen mit mehr als 200 m Höhe und immensem Flächenverbrauch gebaut werden. Löhnberg und Leun haben dazu mit der Enercon GmbH bereits Pachtverträge geschlossen.
 
Zahlreiche künftige Betroffene und auch die Natur werden nicht gefragt!
Anders als in Merenberg haben die betroffenen Bürger in Löhnberg, Leun, Braunfels und Weilburg kein Mitspracherecht bei der Entscheidung für oder gegen die Windkraftanlagen. Dadurch, dass diese Anlagen direkt an die Grenze zu Weilburg und Braunfels gebaut werden sollen, sind nicht nur Löhnberger und Leuner Bürger, sondern auch viele Bürger aus Tiefenbach, Drommershausen und Hirschhausen direkt betroffen. Und nicht nur das: Die sinnlose Zerstörung der Buchenwälder an der Lahn durch den Bau von Mega-Windkraftanlagen betreffen noch viele weitere Menschen in Deutschland: Touristen, Naturliebhaber, Tierschützer sowie sämtliche Stromkunden und Steuerzahler, die die Milliarden an Subventionen für die Windkraftindustrie aufbringen müssen.

Was also bringen diese Windräder für die Menschen und die Natur? Rein gar nichts, nur Nachteile!
 
Die Anlagen sind viel zu nah an den Menschen, das heißt: Gefahr durch Infraschall
Nur 600 m Abstand zu den am nächsten wohnenden Menschen, viele weitere Betroffene in nur 1 – 2 km Abstand. Das ist für die geplanten Riesen-Anlagen zu wenig! Denn die neuen Großwindräder erzeugen noch mehr und noch tieferen Schall als kleinere Anlagen. Und diese Schallwellen mit tiefen Frequenzen können sich nahezu ungehindert über immense Entfernungen ausbreiten. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen umfassen die schädlichen Wirkungen von Infraschall die Bereiche Herz-Kreislaufsystem, Konzentration und Reaktionszeit, Gleichgewichtsorgane, das Nervensystem und die Schall wahrnehmenden Sinnesorgane. Als typische Symptome werden beschrieben: Schlafstörungen, Blutdruckanstieg, Konzentrationsstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Schwindel, Übelkeit, Panik, Tinnitus, Druckgefühl im Ohr, „Seekrankheit“.
 
Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, Charité-Universitätsmedizin Berlin und Uni-Klinik Hamburg-Eppendorf zeigt Infraschall auch unterhalb der Wahrnehmungsschwelle Wirkungen auf das Gehirn. Durch Infraschall werden Hirnareale aktiviert,  die eine entscheidende Rolle bei der Kontrolle von Emotionen und autonomen (vegetativen) Körperfunktionen spielen. Nach neuen Forschungen wird ungefähr jeder Vierte bis Fünfte gesundheitlich massiv betroffen sein.
 
Sinnlose Zerstörung eines wertvollen alten Buchenwaldes
Kann jemand allen Ernstes einen alten Buchenwald zerstören wollen, der von unschätzbarem ökologischen Wert ist? Ein Buchenwald, der pro Jahr riesige Mengen an CO2 einspart und ein hochaktiver CO2-Speicher ist, der außerdem eine ökologisch lebenswichtige Rolle als Sauerstoffproduzent, Luftreiniger, Naturreservoir und Wasserspeicher spielt! Dieser Wald soll für sinnlose Windräder zerstückelt und damit in seiner Funktion vernichtet werden? Wie widersinnig! Das Bundesamt für Naturschutz, namhafte Fachleute und die Naturschutzverbände fordern, alte Buchenwälder von der Windkraftnutzung auszuschließen! Aber bei uns sollen sie zerstört werden? Das ist ein Vergehen an der Natur.

Gefährdung unseres Trinkwassers, der Mineralquellen und der wertvollen Flussaue der Lahn
Die Mega-Räder in unserem Buchenwald zwischen Leun, Löhnberg, Braunfels und Weilburg sollen teilweise im Trinkwasserschutzgebiet und noch dazu in unmittelbarer Nähe von Mineral- und Heilquellen gebaut werden! Unser Buchenwald ist außerdem ein Vorbehaltsgebiet für Grundwasser. Auch das besonders schützenswerte Lahntal, das eines der wichtigsten Zugkorridore für seltene Fledermäuse ist, befindet sich in nur 600 m Entfernung! Die Windkraftanlagen stünden somit viel zu nahe an der Lahn (sogar nach der Einstufung des grünen Umweltministeriums sollten sie eigentlich mindestens 1.000 m entfernt von Flussauen sein!).
 
Viel zu wenig Wind in unseren „Niederungen“
Die Windkraftanlagen sollen auf einer Höhe von nur 240 – 290 m über NHN (Normalhöhennull) gebaut werden. Dieses Gebiet ist windschwach und daher völlig ungeeignet zur Windenergiegewinnung. Vergleiche mit anderen Windparks in Hessen, die ebenso niedrig gelegen sind, zeigen: Es weht nicht genug Wind. Echte Gewinne werden sich also nicht erzielen lassen. 
 
Der Windpark Weilrod beispielsweise hat 2016 einen Verlust in Höhe von 625.000 EUR vor Steuern eingefahren. Bereits 2015, dem Jahr der Übernahme, war ein satter Verlust entstanden. Dieser betrug 500.000 EUR vor Steuern. Bemerkenswert: Die Windkraftanlagen in Weilrod liegen rund 200 m höher, als die beantragten Löhnberger Anlagen im Alten Buchenwald, nämlich auf ca. 460 – 495 m!
 
Auch in Hohenahr – Lage ca. 400 m über Null – weht der Wind nicht so stark, wie es für Vorranggebiete eigentlich gefordert wird (5,75 m/s): Das durchschnittliche Windaufkommen in 2014 lag bei nur 5,05 m/s. Die Prognose lag dort übrigens bei 5,9 m/s. Soviel also zum Thema „realistische Prognosen“. Nun, immerhin ist im Selterser Wald ein Windmessgerät aufgestellt worden. Saubere Messungen vorausgesetzt, müsste das eigentlich dazu führen, dass die Windradpläne in unserem Wald ad acta gelegt werden.
 
Gefahr der Ausrottung seltener Tiere
In unserem Buchenwald nisten Rotmilan und Schwarzmilan, Mäusebussard und Wespenbussard. Für den im Ulmtal und bei Weilburg brütenden Schwarzstorch ist unser Buchenwald ein wichtiges Nahrungshabitat. Rotmilane sind nach Mäusebussarden die häufigsten Kollisionsopfer von Windenergieanlagen. Sie zeigen kein Meideverhalten, und sie gewöhnen sich aber auch nicht an die Windräder. Nach einer aktuellen umfassenden Fachstudie, die durch das Bundeswirtschaftsministerium gefördert wurde, würden der Rotmilan und der Mäusebussard den weiteren Ausbau der Windenergie nicht überleben. Ein nicht hinnehmbares Tötungsrisiko würde auch für die gefährdeten Fledermausarten Kleiner Abendsegler und Bartfledermaus entstehen. Gerade der seltene Kleine Abendsegeler ist durch Windräder extrem gefährdet. Die geplanten Windräder liegen viel zu nah an seiner Wochenstube! Auch das Lahntal mit den umgebenden Wäldern, in denen die Windkraftanlagen errichtet werden sollen, ist ein sehr wichtiges Schutzgebiet für den Fledermauszug.

 (Blick vom Steinzler Hof aus!)

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